Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands K.d.ö.R.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

 
Mitgliedsgemeinden:



 
Mitglied bei:
Präsidium des BFGD fordert die Bayerische Landesregierung zur Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit auf.
 
Das Präsidium des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands fordert die Bayerische Landesregierung unter Ministerpräsident Söder und die CSU zur Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit und auf den Boden des Grundgesetzes auf.
 
Auf ihrer Präsidiumssitzung in Ludwigshafen stellten die Teilnehmer fest, dass das bayerische Kabinett mit dem Beschluss, im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat Bayern ein deutlich wahrnehmbares Kreuz aufzuhängen, eklatant gegen das Grundgesetz und höchstrichterliche Urteile des Bundesverfassungsgerichtes verstößt. "Aus der Glaubensfreiheit des Art. 4 Abs. 1 GG folgt im Gegenteil der Grundsatz staatlicher Neutralität gegenüber unterschiedlichen Religionen und Bekenntnisse. Der Staat …. kann die friedliche Koexistenz nur gewährleisten, wenn er selber in Glaubensfragen Neutralität bewahrt.", so das Bundesverfassungsgericht.
 
Der BFGD ist entsetzt über das mangelnde Demokratieverständnis der bayerischen Landesregierung. Auch im Bundesland Bayern muss gewährleistet werden, dass die Glaubensfreiheit in den öffentlichen Gebäuden strikt gewahrt bleibt, so der Präsident des BFGD und Präsident der Landesgemeinde Pfalz, Siegward Dittmann.
 
Die Aussage Söders, dass das Kreuz zwar in erster Linie ein religiöses Symbol sei, gehöre aber auch zu den Grundfesten des Staates gehöre ist eine klare Abwertung des religiösen Symbols und wird wie ein Folklore-Artikel für ein eindeutig parteipolitisches Wahlkampfthema missbraucht. Richtigerweise kritisieren auch führende Kirchenvertreter wie der Münchner Weihbischof Wolfgang Bischof diesen Beschluss Söders: "Das Kreuz sei kein Symbol für Bayern und 'erst Recht kein Wahlkampfslogan'". "Christliche Politik zeige sich im Handeln für Pflegebedürftige und eine menschliche Flüchtlingspolitik", so der Bischof.
 
"Die Freireligiösen in Deutschland werden sich vehement dafür einsetzen, dass der Staat, seine Bediensteten und Institutionen frei von religiöser Symbolik bleiben", so Roland Weiß, Landesvorsitzender der Freireligiösen Landesgemeinde Baden.
 
Viele Christen haben sich über Jahrhunderte mit großem sozialem Engagement aus ihrem Glauben heraus in unserer Gesellschaft eingebracht und sehr viel Gutes bewirkt. Aber auch Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Verbot wissenschaftlicher Erkenntnisse und Teufelsaustreibung gehören zu dieser "christlich-abendländischen Tradition", auch dies muss vollständigkeitshalber erwähnt werden.
 
Der BFGD widerspricht nachhaltig der Anmaßung der bayerischen Landesregierung, in unserem säkularen, demokratischen Staat religiöse Symbole für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen.
 
 
Siegward Dittmann
Präsident


Unsere Geschäftsstelle
Unsere Arbeitsgemeinschaften:

 
 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü